Das Kloster Gars kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken: 768 gegründet, wurde es um 1125 zu einem Augustiner-Chorherrenstift. Das Kloster war durch die Jahrhunderte hindurch ein Ort der Bildung, der Kultur und des christlichen Glaubens. Die Säkularisation 1803 brachte die Auflösung des Klosters mit sich. Trotz schmerzlicher Verluste blieben weite Teile der Anlage erhalten.

1858 konnte die Ordensgemeinschaft der Redemptoristen das Kloster wieder neu erstehen lassen. Seit dieser Zeit sind die Redemptoristen ununterbrochen in Gars tätig. Das Erbe der Augustiner-Chorherren wurde u.a. im jetzt staatlichen Gymnasium und in der Gründung des Instituts für Lehrerfortbildung 1973 weitergeführt. Derzeit leben in Gars 13 Patres (also geweihte Priester) und 17 Brüder, die jeweils einen Handwerksberuf ausüben.Ein wichtiges Standbein des Klosters ist die Gärtnerei, die sich besonders auf gesunde, abgehärtete Pflanzen aus eigener Produktion spezialisiert hat. Der frühere Gärtnermeister Bruder Ulrich hat sich mit seinen vielen Vorträgen in Bayern und darüber hinaus einen Namen gemacht.